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HANGAR Die Eventlocation

Freitag, 14.10.2022

GOTT

Schauspiel von Ferdinand von Schirach

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Inhalt

 

Unser Tod soll nicht erschrecken, er soll andere nicht behelligen, er soll selbstbestimmt und friedlich sein. Können wir diese Entscheidung für uns treffen und auf Beistand hoffen?

 

Also: Wahltod statt Qualtod? Bis vor Kurzem war dies nach geltendem deutschem Recht nicht möglich. Paragraf 217 des Strafgesetzbuches vom Dezember 2015 verbot die »geschäftsmäßige Förderung« von Suizid. Dagegen hatten Ärzte, Privatpersonen,Sterbeorganisationen, Pfleger und Rechtsanwälte Verfassungsbeschwerde eingelegt. Das Verbot – so die Beschwerdeführer – verletze ihre Grundrechte. Denn wenn der Staat Sterbehilfe verbiete, so verwehre er das Recht auf selbst bestimmtes Sterben. Am 26. Februar 2020 hat das Verfassungsgericht dieses Verbot nun für verfassungswidrig erklärt. Doch was bedeutet das für unsere Zukunft? Wie wird der Gesetzgeber handeln, um die Suizidhilfe mit Erlaubnisvorbehalten, Aufklärungs- und Wartepflichten etc. zu regulieren? Und: Ist das Ganze überhaupt wünschenswert, ethisch vertretbar und zukunftsweisend — oder treten wir damit eine Lawine los, deren Ausmaße wir zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht absehen können…?

 

In seinem zweiten Theaterstück widmet sich Ferdinand von Schirach erneut einem Thema von höchster gesellschaftspolitischer Relevanz. „Gott“ stellt Fragen, die die menschliche Freiheit, Autonomie und Selbstbestimmung betreffen. Fragen, die im Spannungsfeld von Moral, Christentum und Politik seit Jahren unterschiedlich und leidenschaftlich diskutiert werden. Wie schon in „Terror“ muss der Zuschauer seine moralischen Wertvorstellungen im Hinblick auf die im Grundgesetz garantierte Würde des Menschen und die Verantwortung jedes einzelnen für jeden einzelnen überprüfen. „Gott“ will eine Debatte anstoßen, die der Gesetzgeber und die Gesellschaft öffentlich führen müssen.


Klaus Mikoleit, Patricia Schäfer, hinten: Wolfgang Seidenberg, Ernst Wilhelm Lenik © t.behind-photographics

Hauptkategorie: Theater/ Kabarett/ Kleinkunst, Theaterveranstaltungen , Theaterveranstaltungen

Veranstalter: Theatergemeinde Crailsheim

Veranstaltungsort: HANGAR Die Eventlocation

Beginn: 20:00 Uhr

Eintrittspreis: 17/22 €


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Samstag, 26.11.2022

Vom Suchen und Finden der Liebe

Von Helmut Dietl und Patrick Süskind

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Der Komponist Mimi Nachtigal trifft durch Zufall eines Abends auf die Sängerin Venus Morgenstern, worauf sich beide unsterblich ineinander verlieben. Es beginnt für beide nicht nur eine persönliche, sondern auch eine musikalische Beziehung, da Mimi für Venus Lieder schreibt und sie schließlich auch vermarktet.

 

Doch die Beziehung ist überschattet von ständigen Streitereien, die ihren Höhepunkt finden, als sich die beiden während einer Preisverleihung öffentlich streiten, worauf es zur Trennung kommt.

 

Mimi verkraftet die Trennung so schlecht, dass er sich in Theo Stokowskis Ferienhaus auf einer griechischen Insel zurückzieht und sich dort das Leben nimmt.

 

Auf seinem Weg in die Unterwelt wird er begleitet von dem Götterboten Hermes, der als Hermaphrodit dargestellt wird – ein zweigeschlechtliches Wesen, das sowohl als männliches als auch als weibliches Wesen auftreten kann – und dessen einziges Ziel es ist, Mimis Leben in der Unterwelt zu verschönern.

 

Wiederholt versucht er Mimi zu verführen, worauf sich dieser nicht einlassen kann, da er immer noch in Gedanken mit Venus verbunden ist.

 

Unterdessen setzt Venus ihre Karriere mit ihrem neuen Manager Harry fort, mit dem sie eine Beziehung eingeht, ohne jemals Mimi vergessen zu können. Als sie bei einem Live-Auftritt ihren von Mimi geschriebenen Hit „wohin geht die Liebe…“ singt, bricht sie zusammen.

 

Noch im Krankenhaus beschließt sie, zu Mimi zurückzukehren, denn sie kann nicht ohne ihn leben. Sie macht sich auf den Weg nach Griechenland, wo sie durch einen Brunnen die Unterwelt betritt, um Mimi von dort zurückzuholen.

 

Dort angekommen, erlöst sie Mimi durch ihren Gesang aus den Händen Hermes’ und die beiden dürfen zurück in ihre Welt unter der Bedingung, dass Venus sich auf dem Weg dorthin nicht nach ihrem Geliebten Mimi umsieht. Ein belangloser Streit verleitet Venus dazu, die Bedingung gedankenlos zu durchbrechen – sie dreht sich nach Mimi um. Jetzt hat Venus ihn endgültig verloren, Mimi muss wieder in die Unterwelt, während Venus auf die Erde zurückkehrt.

 

Nach etlichen Jahren bekommt Mimi „eine dreistündige Aufenthaltserlaubnis“, um die Vergangenheit in einem Gespräch mit Venus zu klären.

 

Diese erkennt ihn im Laufe des kurzen Dialogs – und sie sagt zum Abschied auch seinen Namen. Mimi erkennt, dass von seiner großen leidenschaftlichen Liebe nur die zärtliche und ein wenig schmerzliche Erinnerung überlebt hat.



Hauptkategorie: Theater/ Kabarett/ Kleinkunst, Theaterveranstaltungen , Theaterveranstaltungen

Veranstalter: Theatergemeinde Crailsheim (Württembergische Landesbühne Esslingen)

Veranstaltungsort: HANGAR Die Eventlocation

Beginn: 20:00 Uhr

Eintrittspreis: 17/22 €


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Samstag, 21.01.2023

Fisch zu viert

Fisch zu viert
Wolfgang Kohlhaase, Rita Zimmer

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Die wohlhabenden Brauerei-Erbinnen Charlotte, Cäcilie und Clementine Heckendorf wollen einen erholsamen Urlaub in ihrem Sommerlandhaus bei Neuruppin verbringen. Mit von der Partie ist auch ihr Diener Rudolf. Seit 30 Jahren gehört er zum Haushalt der Schwestern und kümmert sich um all ihre Wünsche – nicht nur beim Einkaufen oder Kochen. Mit jeder von ihnen hat er bereits zärtliche Stunden verbracht, natürlich ohne das Wissen der jeweils ande-ren. Nun aber hat Rudolf genug! Er fühlt, wie der Zahn der Zeit an ihm nagt. Statt seinen Lebens-abend als buckelnder Diener zu verbringen, will er eine Weltreise machen. Rom will er sehen und den Golf von Neapel, den Vesuv bestaunen und Afrika durchqueren. Doch dafür braucht er Geld! Wie gut, dass jede der Schwestern ihm einst in intimer Zweisamkeit zugesagt hat, ihn in ihrem Testament mit einer größeren Summe zu bedenken. Fest entschlossen bittet er die Da-men nacheinander um die frühzeitige Auszahlung des versprochenen Geldes. Keine von ihnen will sich jedoch an eine solche Vereinbarung erinnern, außerdem kämen sie noch nicht an das Geld heran, da es in den Papieren der Brauerei angelegt sei. Rudolf sieht sich veranlasst, jeder von ihnen zu drohen, die geheime Affäre den anderen Schwestern zu entdecken. Keine gute Idee! Denn die abendliche Zeitungslektüre, vor allem Berichte über spektakuläre Verbrechen, regt die Phantasie von Charlotte, Cäcilie und Clementine mächtig an. Warum sollten sie sich auch lediglich für Strickmuster und Bälle interessieren? Unverfänglich diskutieren die Schwestern über verschiedene Mordarten und sind sich darin einig: Gift ist eines der bewährtesten Mittel, wenn auch ein bisschen altmodisch. Und so plant jede von ihnen, insgeheim eine Prise Arsen in Rudolfs Likör zu streuen, um den Diener loszuwerden.

Als dieser den dreien auf die Schliche kommt, dreht er den Spieß um und bereitet ihnen einen ganz besonderen Fisch zu. Ein rabenschwarzer und urkomischer Wettlauf gegeneinander be-ginnt. Dabei wird bald deutlich: Hier wird es keine Überlebenden geben!

Fisch zu viert wurde 1968 als Hörspiel geschrieben. Zwei Jahre später wurde es verfilmt und als Theaterstück in Dresden uraufgeführt. Seitdem ist es eine der erfolgreichsten Kriminalkomödien auf den Bühnen dieser Welt. Hohes Tempo, Sprachwitz und jede Menge schwarzer Humor ver-sprechen einen schaurig-schönen und höchst unterhaltsamen Theaterabend.

Wolfgang Kohlhaase, 1931 in Berlin geboren, ist einer der renommiertesten deutschen Dreh-buchautoren. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs arbeitete er zunächst als Redakteur und Autor für die ostdeutschen Zeitschriften Start und Junge Welt und ab 1950 als Dramaturgieassistent bei der DEFA. Seit 1952 ist er als freischaffender Drehbuchautor und Schriftsteller tätig. Aus seiner Feder stammen die Drehbücher für Filme wie Berlin – Ecke Schönhauser... (1957) oder Ich war neunzehn (1968). Auch nach der Wende hielt seine Produktivität ungebrochen an und er zeichnete als Autor u. a. für die Erfolgsfilme Die Stille nach dem Schuss und Sommer vorm Balkon verantwortlich. 2011 wurde er mit dem Ehrenpreis des Deutschen Filmpreises ausgezeichnet.

Rita Zimmer wurde 1937 in Berlin geboren. Sie studierte zunächst Malerei und arbeitete später als Kostümbildnerin für Film und Ballett. Neben Fisch zu viert schrieb sie eine Reihe von weiteren erfolgreichen Hörspielen.

 

Inszenierung: Arne Retzlaff


Badische Landesbühne Bruchsal

Hauptkategorie: Theater/ Kabarett/ Kleinkunst, Theaterveranstaltungen

Veranstalter: Theatergemeinde Crailsheim (Badische Landesbühne Bruchsal)

Veranstaltungsort: HANGAR Die Eventlocation

Beginn: 20:00 Uhr

Eintrittspreis: 17/22 €


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Sonntag, 22.01.2023

Kindertheater - Meisterdetektiv Kalle Blomquist

Meisterdetektiv Kalle Blomquist
Astrid Lindgren

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Kalle träumt davon, ein berühmter Detektiv zu werden und selbst Sherlock Holmes und James Bond in den Schatten zu stellen. Er malt sich aus, wie er in London ein spannendes Leben führt und mit Scharfsinn jeden noch so verzwickten Fall löst. In Wahrheit wohnt Kalle in Kleinköping, einem verschlafenen Nest in Schweden, in dem nichts los ist: keine Überfälle, keine Verbrechen, keine Action. Es sind Ferien, Kalles Eltern sind verreist und er muss das Haus hüten und die Blumen gießen. Na toll! Immerhin sind da noch seine Freunde Anders und Eva-Lotta. Zusammen denken sie sich Streiche aus, aber so richtig Stimmung will dabei nicht aufkommen. Eines Abends taucht jedoch plötzlich ein fremder Mann in dem Städtchen auf. Es handelt sich um Onkel Einar, einen Verwandten von Eva-Lotta, der sich seit Jahren nicht mehr hat sehen lassen. Den Kindern ist er auf den ersten Blick unsympathisch, außerdem verhält er sich höchst verdächtig! Warum schleicht er nachts ums Haus? Warum besitzt er einen Dietrich, mit dem er Schlösser öffnen kann? Die Kellertür zur Schlossruine zum Beispiel. Was hat es mit der Perle auf sich, die Kalle dort findet? Und wer sind die beiden schrägen Typen, die aus Stockholm angereist sind? Kalle kombiniert blitzschnell: Hier findet ein Krimi mit drei Schurken statt! Als er in der Zeitung von einem Juwelendiebstahl auf Östermalm liest, scheint ihm der Fall klar. Während die Polizei im Dunkeln tappt, begeben sich Kalle, Eva-Lotta und Anders auf waghalsige kriminalistische Wahrheitssuche. Mit Mut und Raffinesse gelingt es ihnen, nicht nur das versteckte Diebesgut zu finden, sondern auch die drei Gangster zu überlisten und sie Schutzmann Björk auszuliefern.

Astrid Lindgren gehört zu den beliebtesten Schriftstellerinnen der Welt. Ihre Kinder- und Jugendbücher prägen noch heute Generationen von jungen Menschen. Meisterdetektiv Kalle Blomquist, den ersten ihrer drei Romane über den jungen Detektiv, hat sie 1946 geschrieben. Sie gilt damit als Pionierin der Gattung des Kinderkrimis.

 

Inszenierung: Meike Hedderich

 


Badische Landesbühne Bruchsal

Hauptkategorie: Theater/ Kabarett/ Kleinkunst, Theaterveranstaltungen , Theaterveranstaltungen

Veranstalter: Theatergemeinde Crailsheim (Badische Landesbühne Bruchsal)

Veranstaltungsort: HANGAR Die Eventlocation

Beginn: 17:00 Uhr

Eintrittspreis: 5 €


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Samstag, 11.02.2023

Bürgerfest anlässlich des Stadtfeiertages 2023

Bürgerfest anlässlich des Stadtfeiertages. Das Programm wird mit Programmpunkten aus 25 Jahren Kultic zusammengestellt.

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Weitere Informationen folgen noch.


Gerhard Frank

Hauptkategorie: Brauchtum

Veranstalter: Stadt Crailsheim

Veranstaltungsort: HANGAR Die Eventlocation

Beginn: 19:00 Uhr


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Sonntag, 12.02.2023

Heimatgeschichtlicher Abend

Historische Vorträge zur Stadtgeschichte durch das Stadtarchiv und musikalischer Umrahmung.

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Gerhard Frank

Hauptkategorie: Geschichte/ Erinnerungskultur

Veranstalter: Stadtarchiv Crailsheim

Veranstaltungsort: HANGAR Die Eventlocation

Beginn: 19:00 Uhr


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Freitag, 10.03.2023

Spatz und Engel

Schauspiel mit Musik von Daniel Große Boymann & Thomas Kahry

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»Die Freunde, die man um vier Uhr morgens anrufen kann, die zählen.«

Marlene Dietrich, Sängerin (1901-1992)

 

Was nur wenige wissen: Edith Piaf und Marlene Dietrich, zwei Göttinnen im Olymp des Chansons, die gegensätzlicher kaum sein könnten, begegneten sich 1948 in New York und schlossen abseits von Presse und Öffentlichkeit Freundschaft. Der „Spatz von Paris“ und der „blaue Engel“ – zwei kapriziöse Diven, verbunden durch überragende künstlerische Erfolge und private Skandale. Der szenisch musikalische Reigen mit Welterfolgen wie „La vie en rose“, „Je ne regrette rien“ oder „Frag nicht, warum ich gehe“ und „I wish you love“ entführt in eine Epoche des klassischen Chansons voller Eleganz, Leidenschaft und Melancholie und er riskiert einen Blick durchs Schlüsselloch, denn bis heute kann niemand mit letzter Gewissheit sagen, ob das Verhältnis der beiden ungleichen Freundinnen rein platonischer Natur war.

 

»Man kann nur von der Liebe leben.«

Edith Piaf, Sängerin (1915-1963)

 

Die Geschichte von „Spatz und Engel“ wird musikalisch nicht nur untermalt, sondern dank der dramaturgisch durchdachten Auswahl glänzend live präsentierter Hits auch äußerst raffiniert gesanglich weitererzählt. Paraderollen für zwei Vollblutschauspielerinnen! Im echten Leben zeichneten Edith Piaf wie Marlene Dietrich sich durch eine herausfordernde Mischung aus Eigensinn und Freiheitsliebe aus, die die wechselseitige Anziehungskraft der beiden Künstlerinnen noch verstärkt haben mag. Hier die beherrschte, kühle Schönheit aus preußisch-bürgerlichem Milieu, die ein Internat in Weimar besuchte und sich zur Konzertgeigerin ausbilden ließ. Dort die leidenschaftliche kleine Göre, die ihre Kindheit in einem Bordell in der Normandie verbrachte und auf den Straßen von Paris groß wurde. Verbürgt ist, dass Marlene der Piaf ein wertvolles Goldkreuz geschenkt hat. Sie trug es bei bei ihrer ersten Hochzeit 1952 mit dem Sänger Jacques Pills, bei der Marlene Trauzeugin war, und bei ihrem legendären Comeback im Pariser Olympia am 30. Dezember 1960. Was es damit sonst noch auf sich hat, und viele andere Geheimnisse werden in „Spatz und Engel“ gelüftet.

 


Helmut Seuffert

Hauptkategorie: Theater/ Kabarett/ Kleinkunst, Theaterveranstaltungen

Veranstalter: Theatergemeinde Crailsheim (Theater Thespiskarren)

Veranstaltungsort: HANGAR Die Eventlocation

Beginn: 20:00 Uhr

Eintrittspreis: 17/22 €


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